Wie schön ist kann eine eigene Wagenbauhalle sei.....
manchmal jedoch erregt sie die Gemüter der Karnevalisten.
Wie heuer in Duisburg.
Die Vereine dürfen in der HDK-Halle am Pontwert derzeit nicht an ihren Wagen bauen, da viele Fragen erst juristisch geklärt werden müssen.
Mitte 2006 mietete der
Hauptausschuss Duisburger Karneval kurz
HDK von Duisport einen Gebäudekomplex an der Meidericher Schleuse an, der als Wagenbauhalle dienen sollte. Die Vereine sollten dort ihre Rosenmontagswagen abstellen und auch daran arbeiten können. Doch mit dem, was daraus wurde, ist derzeit wohl kein Karnevalist in der Stadt zufrieden.
Entgegen vollmundigen Versprechungen von Seiten des HDK, es müsse nur "ein bisschen Dreck weggeräumt" werden, erwies sich bald, warum Duisport die drei aneinander gebauten Hallen eigentlich hatte abreißen wollen: Die demolierten Tore mussten repariert, Schutt gleich lastwagenweise abgefahren werden. Das Dach ist inzwischen abgedichtet, dafür drängt das Wasser bei Regen von unten. Pumpen können nur stundenweise unter Aufsicht betrieben werden, weil angesichts des Kabel-Wirrwarrs niemand weiß, welche Überraschungen die Elektrik bieten könnte.
Genau deshalb dürfen laut HDK keine elektrischen Geräte betrieben werden. De facto ist die Wagenbauhalle derzeit nur eine Unterstellhalle - und das zum stolzen Mietpreis von 18 000 Euro pro Jahr. 60 Euro monatlich müssen die Vereine pro Wagen berappen. Und für jeden Vereinsvorstand, dessen Mitglieder beim Wagenbau gegen Auflagen verstoßen und einen Schaden verursachen sollten, ist sie eine Haftungsfalle.
Die Halle selbst ist bislang in keiner Weise versichert. Der Grund liegt auf der Hand: "Sie ist in einem Zustand, der nicht versicherbar ist", musste HDK-Geschäftsführer Gerd Suchi bei einer außerordentlichen Versammlung am Dienstagabend zugeben. Man suche nach Auswegen.
Quelle
NRZ vom 17.05.2007