Der
BDK (Bund Deutscher Karneval) hat auf seiner Hauptversammlung in Hannover seinen Willen bekräftigt, als legitimierter Sprecher des bundesweiten Karnevals auch künftig vehement gegen Auswüchse im närrischen Treiben die Stimme zu erheben. Mit einer nahezu unveränderten Führungsmannschaft geht der BDK als Dachorganisation von
35 Landesverbänden mit
4800 Vereinen und
2.5 Millionen Mitgliedern die Herausforderungen der nächsten drei Jahre mit dem einstimmig wiedergewählten
Präsidenten Volker Wagner (Waldfischbach) an der Spitze an.
Hannover (hg). Von Einmütigkeit war die 21. Hauptversammlung in Hannover geprägt, alle 35 Mitgliedsverbände zeigten
Präsenz und unterstrichen so, dass es zwischen Karneval, Fastnacht und Fasching keine Berührungsängste gibt. Dass der alemannische Narrenring als Gast dieser Hauptversammlung beiwohnte, wertete Volker Wagner als Zeichen, dass die Idee der Brauchtumspflege sich im Nebeneinander aller regionalen Besonderheiten besonders durchsetzen lässt.
Deshalb erteilte der im Amt bestätigte
Präsident auch allen Auswüchsen wie Sommerkarneval und Halloween eine klare Absage. Ebenso jeglichem Egoismus, denn „Karneval als Nebensache im Leben aller Menschen“ besitze einen so hohen Stellenwert, dass alle, die sich hier engagieren, mehr leisten, als einer kleinen Freizeitbeschäftigung nachzugehen.
Vor allem in der Jugendarbeit leisteten die Vereine eine Arbeit, die weit über das Vereinsinteresse hinaus geht. Und an die Adresse des zur Begrü߸ung gekommenen Niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff gerichtet: „Bringen Sie Ihre Parteifreunde und Ministerpräsidentenkollegen davon ab, an der Gemeinnützigkeit zu rühren“. Und meinte damit Bestrebungen, die eine Aberkennung und Beschneidung der Gemeinnützigkeit und damit verbundene finanzielle Einbu߸en zur Folge hätten.
Christian Wulff bekannte sich zur Freiheit der Vereinsbildung, denn „Vereinsleben ist ein Ausdruck von Freiheit, Vereine bieten Geborgenheit und verlieren auch in Zeiten der Globalisierung und offener Grenzen den Nächsten nie aus den Augen“.
Dass die Karnevalsvereine Jugendlichen Halt und Perspektiven gäben, sei anerkannt, Wagners Appell werde er in die Gremien weitertragen und auch dort darauf hinweisen, dass ohne das in den Vereinen geleistete Ehrenamt ein Land nicht zu bauen sei. Und in Zeiten leerer Kassen weder Kommunen, noch Länder und Bund die ehrenamtliche Arbeit der Vereinen und Verbände finanziell nicht zu leisten im Stande wären.
Quelle:
Bund Deutscher Karneval