Hallo liebe Freunde,
eine freudige Nachricht habe ich zu verkünden, denn am Rosenmontag werden wir unser "Mit-User" Danyela Koenig und ihre Guggenmusik in Mülheim sehen. Zuerst beim Zug und dann zum "Live-Konzert" in der Stadthalle. - Also freut Euch drauf.
Und wer noch nicht wei߸, was Guggenmusik ist, hier eine kleine Beschreibung von "Dany" (Einige Bilder werden in der Galerie eingestellt):
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Guggenmusik, was ist das?
Als ich von Hans gefragt wurde, ob ich einen Artikel für den „Narrenkurier“ zum Thema Guggenmusik verfassen würde, sagte ich spontan JA, da ich von meinem Hobby voll überzeugt bin. Als ich mich hinsetzte um den Artikel zu verfassen, stand ich vor einer gro߸en Hürde.
Wie und vor allem WAS soll ich über Guggenmusik schreiben.
In Wikipedia steht zum Thema Guggenmusik:
Die Guggenmusik kommt ursprünglich aus dem alemannischen Raum (Schweiz/ Süddeutschland) und wird auch „Guggemoseg“, „Guggemusig“ oder „Chatzemusig“ genannt. Es handelt sich um eine stark rhythmisch unterlegte, auf ihre eigene, sehr spezifische Art „falsch“ gespielte Blasmusik. Meistens wird sehr gekonnt knapp neben der Melodie hergespielt, das hei߸t man erkennt die Melodie durchaus, aber sie klingt ziemlich schräg. Dabei wird sie von einer ebenfalls sehr guten Rhythmussektion dominiert und vorangetrieben. So entsteht eine wilde, mitrei߸ende Musik, gut tanzbar und hervorragend geeignet für spontane Platz- und Stra߸enkonzerte während der „wilden Tage“. Die Musiker sind zudem alle verkleidet und maskiert. Der Begriff leitet sich vermutlich her von „Gugge“, was im Alemannischen für Tüte steht. Im Schweizerdeutsch steht der Begriff „Gugge“ für alle Arten von Blechblasinstrumenten. Eine "Guggemusig" ist also eine Gruppe von Leuten, die zusammen musiziert, während sie einfache Masken (damals Tüten) trugen.
Das ist die Definition eines Nachschlagewerkes im Internet..
Wenn ihnen diese Ausführungen genügen, können sie getrost hier aufhören zu lesen und zum nächsten Artikel weiterblättern. Wenn Sie mehr über die Faszination Guggenmusik lesen möchten, lade ich sie ein weiter zu lesen.
Es gibt viele Ansichten über Guggenmusik und in speziellen Foren wird heftig darüber diskutiert WAS „richtige Guggenmusik“ ausmacht.
Guggenmusik wird ohne Noten gespielt, lautet z.B. eine Aussage. Eine andere, das Guggenmusiker farbenprächtige und imposante Kostüme und Masken tragen. Die einen meinen Guggenmusik sind Stimmungs- und Schunkellieder…. So gibt es Aussagen um Aussagen.
Guggenmusik ist einfach eine überzeugung.
Guggenmusik ist eine bestimmte Art Musik zu interpretieren, und zwar so, dass die Zuhörer gar nicht anders können als von den Stühlen aufzustehen.
Als ich das erste Mal mit Guggenmusik in Kontakt kam, war ich ein musikalischer Tiefflieger. Ich konnte weder Noten lesen noch irgendein Instrument spielen….
Voller Enthusiasmus halfen mir alle Guggenmitglieder und brachten mir nach und nach Noten, Töne und Tonleiter bei.
Schon nach 3 Monaten bestand ich meinen ersten Auftritt. Notenlesen ist zwar heute noch nicht unbedingt meine Stärke, aber man wei߸ sich zu helfen und kennzeichnet oder nummeriert sich die einzelnen Noten zum besseren Verständnis.
Wer Guggenmusik verstehen möchte muss als erstes einmal von dem Gedanken an klassische Blasmusik loskommen. Viele „ausgebildete“ Musiker rümpfen bei dem Begriff Guggenmusik einfach nur die Nase ohne es selbst jemals versucht zu haben.
Guggenmusik ist ungewöhnlich fetzige, laute und stark rhythmusorientierte Musik mit Blechblas- und diversen Schlaginstrumenten. Eine Gugge besteht in der Regel aus wenig gelernten Spielern und vielen Laienmusikern.
Oftmals sind sogar die Musikinstrumente selbst hergestellt.
Dass musikalische Repertoire reicht von Schlager über Jazz, Klassik, Techno, Punk, Rock und Popmusik bis hin in die aktuellen Charts.
Der Unterschied zwischen Guggenmusik und Blasmusik ist, dass bei der „normalen“ Blasmusik die Musikstücke möglichst fehlerfrei und so nah am Original als möglich wieder gegeben werden, Kreativität ist im Normalfall nicht erwünscht. Ganz anders verhält es sich bei der Guggenmusik. Hier geht es nicht um die möglichst exakte Reproduktion eines Musikstückes, sondern um diesem Musikstück den „eigenen“ Stempel aufzudrücken. Hier werden Musikstücke mit Gefühl, Leidenschaft und Lebensfreude gefüllt und nur so kann man eigentlich Guggensound beschreiben. Und selbst wenn 5 Guggen das gleiche Stück interpretieren, ist es, als würden 5 Maler das gleiche Bild mit den unterschiedlichen Farben gestalten.
Prächtige und Aufwendige Kostüme runden diese Individualität noch ab.
Unter Guggenmusikern zählen Begriffe wie Kameradschaft, Teamgeist und Lebensfreude, denn eine gute Guggenmusik lebt von den Einfällen, Improvisationen und der Begeisterung eines jeden Mitwirkenden. Guggenmusik kennt auch keine sozialen Schranken und verbindet Jung und Alt, Reich und Arm, Dick und Dünn, Gro߸ und Klein. Auf so genannten Guggentreffen ist es oftmals ein Highlight wenn sich alle Musiker aus den teilnehmenden Gruppen gemeinsam zum Abschluss auf der Bühne zum so genannten Monsterkonzert zusammen tun.
Ich habe jetzt zwar versucht mit vielen, vielen Worten Ihnen den Begriff „Guggenmusik“ zu erklären, Fakt ist aber:
Guggenmusik ist und bleibt einfach unbeschreiblich und man muss sie erlebt haben um sie zu verstehen.
Und wenn alles klappt wie vorgesehen, dann sehen und hören wir uns am Rosenmontag 2007 in Mülheim und wir werden uns die grö߸te Mühe geben, ihnen das zuvor beschriebene „Gefühl“ zu vermitteln.
Bis Bald in Mülheim
Danyela König
Guggenmusik Querköpf Winnenden e.V.
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